Versorgungssicherheit

Die flächendeckende Verteilung der Standorte über das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ist Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der lückenlosen Versorgung mit Flüssigprodukten. Hierbei werden im Rahmen des Gesamtkonzepts auch ökonomisch weniger attraktive Standorte betrieben. Darüber hinaus haben die Tanklager der Mitgliedsfirmen eine wichtige Funktion für die Lagerung von strategischen Beständen im Rahmen der Pflichtbevorratung für Mineralöle.

Der weitaus größte Teil der oberirdischen Lagerkapazität mit rund 12 Mio. m³ liegt in Händen sogenannter „unabhängiger" Tankläger. Unter diesem Begriff versteht man ein Tanklager, das als reiner Dienstleister seinen Tankraum Dritten anbietet und keinerlei Eigentumsverhältnisse an den gelagerten Produkten hat. Daneben sind zum einen die Raffineriegesellschaften und zum anderen der – zumeist mittelständische – Brennstoff- und Mineralölhandel Betreiber von Tanklägern, wobei dieser Tankraum nicht Dritten zur Verfügung gestellt wird.

Versorgungssicherheit geht auch immer einher mit der Speicherbarkeit von Energie und hier dürfen Vorteile nicht leichtfertig ignoriert werden, die sich aus einer historisch gewachsenen Diversität von Lager-, Transport und Distributionsinfrastruktur ergeben.

Das Hamburger Institut ETR – Economic Trend Research – hat im Auftrag der Verbände MEW sowie AFM+E „Die Rolle von Mineralöl als Energiespeicher in der Energiewende-Debatte“ beleuchtet und kommt zu dem Ergebnis, dass in der aktuellen Diskussion um eine erfolgreiche Energiewende der Faktor „Speicherbarkeit von Energieträgern“ oftmals zu kurz kommt.

 

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